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Malteser Wald

SÜDKURIER: Malteser Laientheater glänzt mit einem lustigen Drama

> Dreiakter von Betti und Karl-Heinz Lind: "Meine Frau, die Wechseljahre und Ich" > 800 Zuschauer werden in der Walder Zehn-Dörfer-Halle bestens unterhalten

07.01.2019
Frank Krall, Anika Maier und Corinna Haug (von links) glänzen als Familie Knopf auf der Bühne der Zehn-Dörfer-Halle. | Bild: Christl Eberlein
Amüsantes Trio: Stefan Rumpel, Frank Krall und Robin Fox (von links) in dem Dreaiakter " Meine Frau, die Wechseljahre und Ich". | Bild: Christl Eberlein

"Wenn die Rente winkt, dann beginnt das ruhige Leben", so hatte sich das Anton Knopf (Frank Krall) eigentlich gedacht. Aber da machte er die Rechnung ohne seine holde Gattin Helga (Anika Maier). Das Theaterstück "Meine Frau, die Wechseljahre und Ich" sorgte in der Zehn-Dörfer-Halle von Wald für köstliche Unterhaltung. Die Mitglieder des Malteser Laientheater Wald begeisterten mit dem Lustspiel in drei Akten von Betti und Karl-Heinz Lind die rund 800 Zuschauer an beiden Abenden. Sieben Darsteller zeigten gekonnt die Tücken des Alltags, die Wirrungen und Verstrickungen der Liebe und die Aufklärung eines vermeintlichen Verbrechens.

Wonneproppen sucht Supermann

Ruhestand, das bedeutet für den Bald-Rentner Knopf faulenzen, schlemmen und ein paar mehr Bier. Doch weil es noch eine Weile dauert, bis der Arbeitsalltag vorüber ist, übt sich der Familienvater am Abend und am Wochenende schon mal seines zukünftigen Lebenswandels. Aber da hat Frau Helga auch noch ein Wörtchen mitzureden. Statt faulenzen ist Sport angesagt, schlemmen heißt bei ihr gesunde Ernährung ohne Fleisch und Biertrinken ist kein Hobby, das sie unterstützt. Statt zum Krug greift Anton also zur Trompete. Und das hat mit dem "Wonneproppen" zu tun.

Treffen mit dem heimlichen Chatflirt

Das Synonym steht für eine Dame in einem Online-Singlechat, mit der Anton unter dem Passwort "Supermann" anbandeln will. Was er nicht weiß: Hinter dem "Wonneproppen" steht die beste Freundin seiner Frau, die Berta Breit (Vera Friedrich). Diese hat ihr Online-Profil ein wenig aufgehübscht und sich als Musikliebhaberin ausgegeben. Doch sowohl mit ihrer, als auch mit Antons Musikalität ist es nicht weit her.

Amüsantes Trio: Stefan Rumpel, Frank Krall und Robin Fox (von links) in dem Dreaiakter " Meine Frau, die Wechseljahre und Ich". | Bild: Christl Eberlein

Die ständige Trompetenquälerei im Hause Knopf geht nicht nur Frau Helga und Tochter Sophie (Corinna Haug) auf die Nerven. Just an dem Tag, an dem Anton seinen heimlichen Chatflirt treffen will, verschwindet seine geliebte Trompete, die er "Clara" genannt hat. Die Polizei wird eingeschaltet. Doch anstatt eines Instruments wird von den beiden Gesetzeshütern (Robin Fox und Stefan Rumpel) plötzlich eine Geliebte gesucht. Alle Beteiligten stehen unter Verdacht, selbst der schüchterne Studienfreund von Tochter Sophie, Hans-Peter (Thomas Resem), bis endlich feststeht, Anton Knopf selbst ist der Täter.

Die Pointen zünden, die Dialogeamüsieren

Mit herrlich amüsanten Dialogen, bestens unterhaltender Darstellung und vielen zündenden Pointen meisterten die Darsteller die rund dreistündige Aufführung. Regisseurin Sylvia Scholl hatte ihre Truppe zu Höchstleistungen motiviert. In jedem der drei Akte gab es viel zu lachen für das zahlreiche Publikum. Selbst den anwesenden Kindern bot das, was da auf der Bühne aufgeführt wurde, eine Menge Spaßiges.

Höchstleistungen auf der Bühne

Für viel Gelächter sorgte unter anderem der Auftritt von Stefan Rumpel als Polizist Harry Hirsch, der beinahe den gesamten Text des zweiten Aktes zu stottern hatte – eine Höchstleistung. Und auch das pure Erscheinen auf der Bühne von Thomas Resem als schüchterner Hans-Peter, mit Kniestrümpfen, Langhaarperücke und Quietschestimme, brachte das Publikum stets zum Lachen – auch eine Höchstleistung. Alle Darsteller machten das Stück zu einer ganz und gar runden Sache. Dem Publikum hat es sehr gefallen und das zeigte es mit viel und lautem Applaus am Ende des Abends.

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