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Malteser Wald

Südkurier: Malteser Laientheater - Pfusch, Puff und jede Menge Ärger

Acht Darsteller begeistern bei zwei Aufführungen in der Zehn-Dörfer-Halle das Publikum.

07.01.2020
Hoch her ging es auf der Bühne der Zehn-Dörfer-Halle von Wald am Samstag- und Sonntagabend. Die Theatergruppe der Malteser sorgte für köstliche Unterhaltung mit einem Lustspiel von Carsten Lögering. | Bilder: Christl Eberlein

von Christl Eberlein

Wald. 7.1.2020
Einen Riesenerfolg konnte das Malteser Laientheater Wald am vergangenen Wochenende verzeichnen. Zur Aufführung des traditionellen Theaterstückes zum Jahresauftakt 2020 kamen bereits am ersten Abend so viele Zuschauer, wie nie zuvor in den vergangenen Jahren. Mit dem Lustspiel „Leute vom Bau – sympathisch und schlau“ von Carsten Lögering war der Theatergruppe diese Bilanz gelungen. Der Dreiakter versprach bereits bei seiner Ankündigung im Voraus eine köstliche Unterhaltung. Ein wenig anders, als bisher gewohnt, sei das Stück, erklärte Clemens Veeser (Malteser Hilfsdienst) bei seiner Begrüßung des Publikums.

Der Ort der Handlung: Wald, die Hauptakteure: ein Zuhälter und zwei Bauarbeiter. Die Immobilie in der Sankertsweiler Straße 6 ist für die Gemeinde zum Ladenhüter geworden. Das Gebäude soll schon seit Jahren werden, findet aber einfach keinen Abnehmer. Da kommt Calle Hansen (Frank Krall) dem Bürgermeister (Thomas Resem) gerade recht. Dieser glaubt zwar fälschlicherweise, dass aus dem Haus eine Sportsbar werden soll, doch um welchen „Sport“ es sich dabei handeln wird, das ist ihm nicht klar.

Besucherrekord in der Zehn-Dörfer-Halle

Die „Bruchbude“ wird unbürokratisch zu einem Schnäppchenpreis an Calle verkauft und damit glaubt der Bürgermeister, den leidigen Posten auf der Kostenrechnung der Gemeinde endlich los zu sein. Doch der Ärger fängt jetzt erst richtig an. Als klar wird, dass aus dem Haus ein Bordell werden soll, regt sich heftiger Widerstand gegen das Vorhaben. Nicht nur die beiden Bauarbeiter Leo Pfusch (Robin Fox) und Ali (Stefan Rumpel), die lieber eine Flasche Bier, als den Vorschlaghammer schwingen, wollen den Bau des Freudenhauses verhindern, auch die obdachlose Hilde (Jutta Bucher), die in dem leerstehenden Haus ein Dach über dem Kopf gefunden hat, ist alles andere als begeistert. Und so kommt es, dass auf der Baustelle plötzlich ein Skelett, ein Bombenblindgänger und ein großer Batzen Geld gefunden wird. Letzteres reicht Calle schließlich, um die alte Bude großzügig an Hilde zu verschenken und das Weite zu suchen und so den Frieden in Wald wieder einkehren zu lassen.

Bauarbeiter mit merkwürdiger Arbeitsmoral

Das Publikum zeigte sich begeistert von dem Lustspiel und seinen Akteuren. Hervorragend hatte sich Frank Krall in den Charakter des Zuhälters Calle Hansen gefügt und glänzte mit Anika Maier als seine „Angestellte“ in mehreren schlüpfrig-amüsanten Dialogen. Jutta Bucher ging sehnlichst in ihrer Rolle als dauerbetrunkene Hilde auf und Robin Fox und Stefan Rumpel boten dem Publikum mit ihrer Darstellung der beiden Bauarbeiter Leo und Ali jede Menge Stoff zum Lachen. Das Malteser Laientheater kann mit seinem gelungenen Auftritt und einem Besucherrekord in diesem Jahr einen vollen Erfolg für seine Darbietung verbuchen, und das Publikum freut sich schon auf die 33. Aufführung.

Seit 1982 auf der Bühne

Das Malteser Laientheater Wald hatte seinen ersten Auftritt im Jahr 1982. Zu dieser Zeit spielten die Mitglieder vorrangig Weihnachtsstücke und Kurzdramen. Der Erfolg veranlasste die Gruppe, sich auch längeren Stücken zu widmen. So rückten abendfüllende Lustspiele in den Fokus, die beim Publikum großen Anklang fanden. 32 Inszenierungen umfasst das bisherige Repertoire der Laienspielgruppe.

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